Phodopus sungorus sungorus oder der Dsungarische Zwerghamster |
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| Reich | Animalia | |
| Stamm | Chordata (Wirbeltiere) | |
| Klasse | Mamalia (Säuger) | |
| Ordnung | Rodentia (Nagetiere) | |
| Familie | Cricetidae (Wühler) | |
| Maße | Länge: ca. 10cm, Weibchen < Böcke Gewicht: ca. 30g im Winter, ca. 50g im Sommer |
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| Vorkommen | Sibirien, Dsungarei (China), Kasachstan, Mongolei, Mandschurei | |
| Besonderheiten | Versuchstier zum circadianen Rhythmus in der AG Steinlechner | |
| Schutzstatus | nicht bedroht | |
Rechts: Lotte, ca. 3 Monate alte |
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Der nur wenige Milimeter lange, behaarte und oft hell gefärbte Schwanz weißt den Dsungarischen Zwerghamster als einen Angehörigen von Phodopus, dem Kurzschwänzigen Zwerghamster, aus. |
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Melatoninspiegel "gemessen" wird (Diagramm der circadianen Melatoninkonzentration). Ist das Fell im Sommer dorsal noch graubraun (mit einem dunklen Streifen entlang der Wirbelsäule, genannt Aalstrich) und ventral hellgrau bis weiß mit drei seitlichen Ausbuchtungen und einem dunklen Strich zwischen den beiden Farben, so nimmt die Dichte im Winter zu, die Färbung stark ab, bis ein hellgraues oder sogar weißes Fell zu Tage tritt, auf dem der Aalstrich noch zu erkennen ist. Diesen Farbwechsel kann man durch ein geeignetes Lichtregime auch in den Sommermonaten provozieren. Männchen (Bock) und Weibchen sind gleich gefärbt. Der Abstand zwischen Anal- und Genitalöffnung ist bei den Männchen jedoch wesentlich größer. Auch insgesamt sind sie etwas länger. Vor allem im Sommer sind die Böcke an den recht großen Hoden zu erkennen, da sich deren Größe verzehnfacht (auf ca. 800mg, siehe rechtes Bild). Die Füße sind auch unterseitig fellbedeckt, eine Anpassung an die Permafrostböden ihrer kalten Heimat. |
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Pearl-Variante (Quelle: Wikipedia) |
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| Mittlerweile gibt es mehrere verschiedene Variationen der Fellfarbe, die teilweise dominant, teilweise rezessiv vererbt werden, unter anderem den Wildtyp, Pearl (Bild rechts oben) und Saphire. | |
Gemäß ihrer recht kargen natürlichen Umgebung sind Dsungarische Zwerghamster an recht karge Nahrung gewöhnt. Hauptsächlich Körner, aber auch Insekten (vor allem Grashüpfer) stehen auf ihrem Speiseplan, Früchte und Obst werden jedoch, so verfügbar, auch nicht verschmäht. Sie können das benötigte Wasser ausschließlich aus der aufgenommenen Nahrung beziehen. |
P. sungorus lebt in wüstenartigen Regionen in selbstgegrabenen Höhlen bis zu einem Meter Tiefe. Sie haben sich effektiv in Verhalten und Körperbau an ihre Umgebung angepaßt und sind so in der Lage, die extremen Klimaschwankungen Sibiriens zu überstehen, wo es im Sommer bis zu 30°C heiß wird, während in den klirrend kalten Wintermonaten Temperaturen bis zu -50°C keine Seltenheit sind. Durch die behaarten Füße und das dichte Fell sind sie recht gut geschützt, dennoch ist es erstaunlich, wie es diese kleinen Tiere schaffen, bei -40°C über Schnee zu laufen und dabei nicht zu erfrieren. Meines Wissens nach ist es bisher nicht bekannt, wie die Atemluft auf dem kurzen Weg von Mund zu Lunge derart erwärmen wird, dass diese keinen dauerhaften Schaden nimmt. |
Der kleine Dsungare ist ein Einzelgänger. Vor allem geschlechtsreife Tiere sehen ineinander Konkurrenten, es kann dabei zu tödlichen Kämpfen kommen. Sobald die Jungtiere ausgewachsen sind, werden sie von der Mutter aus dem Bau verjagt. |