Reich |
Animalia |
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Stamm |
Arthropoda (Gliederfüßer)
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Klasse |
Arachnida (Spinnentiere) |
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Ordnung |
Aranea (Webspinnen) |
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Familie |
Theridiidae (Kugelspinnen) |
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Gattung |
Latrodectus |
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Vorkommen |
Kosmopolit in Tropen und Subtropen verbreitet,
tw. Vorkommen bis nach Mitteleuropa. |
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Latrodectus tredecimguttatus |
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Besonderheiten |
Weltweit gibt es ca. 50 Arten der Gattung
Latrodectus [4]. Der Artstatus einiger wird jedoch angezweifelt,
einige Autoren sprechen nur von 10 Arten [3]. So wird z.B. die europäische
Art L. tredecimguttatus bisweilen als Unterart von L. mactans
aufgefasst. |
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Schutzstatus |
nicht geschützt |
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Die Witwen sind kosmopolit in Tropen und Subtropen verbreitet. L.
mactans ist in Nord- und Südamerika zu finden, nördlich
bis ins südliche Kanada, sehr häufig in Mexiko. |
Der Name "Schwarze Witwe" rührt daher, dass die Tiere dafür bekannt sind, ihr Männchen nach (manchmal sogar vor) der Begattung aufzufressen. Dies ist jedoch nicht die Regel, viele Männchen überleben mehrere Verpaarungen. |
Für den Menschen gefährlich sind nur die großen Weibchen. Der Biss selbst ist kaum bis gar nicht wahrnehmbar. Die Beißwerkzeuge
der Schwarzen Witwen sind relativ klein und das Gift wirkt nicht sofort
schmerzerzeugend. Die Leitsymptome setzten nach 10 Minuten bis 1 Stunde
ein. Sie bestehen in erster Linie aus Schmerzen in den Lymphknoten,
später kommt der für Witwen-Bisse charakteristische Abdominalschmerz
hinzu, der als unerträglich beschrieben wird. Ferner kommt es zu
Krämpfen in den Gesichtsmuskeln (auch diese charakteristisch und
daher sogar mit einem medizinischen Eigennamen versehen: Facies latrodectismica).
Die gesamte, "Latrodectismus" genannte Symptomatik wurde übrigens
schon durch Sokrates für Latrodectus tredecimguttatus beschrieben. |
Die Schwarzen Witwen sind weltweit die bedeutendsten Giftspinnen. Dies
liegt weniger an ihrer Giftpotenz als vielmehr an ihrer Häufigkeit
und vor allem der Häufigkeit einer Begegnung mit Menschen. Einige
Arten sind dafür berüchtigt, ihre Netze unter Toilettendeckeln
anzulegen, demzufolge häufig sind Bisse in der Genitalgegend. |
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[2] Sutherland, Struan K.: Take care!
Poisonous Australian Animals, 3rd edition |
[3] Mebs, Dietrich: Gifttiere: Ein
Handbuch für Biologen, Toxikologen, Ärzte, Apotheker Stuttgart:
Wiss.Verl.-Ges., 2000 |
[4] Piepho, Friedhelm: Latrodectus,
Mitteilungen der Deutschen Arachnologischen Gesellschaft, 7. Jahrgang,
Heft 4/5, 2002, 4 - 11 |