Batrachochytrium dendrobatidis |
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Ein kleiner Pilz macht große Probleme |
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| Reich | Fungi (Pilze) | |
| Stamm | Chytridiomycota | |
| Klasse | Chytridiomycetes | |
| Ordnung | Chytridiales | |
| Vorkommen | In weltweiter Ausbreitung begriffen | |
| Besonderheiten | Erst 1999 beschrieben | |
| Meldepflicht | Bisher nicht meldepflichtig |
Einleitung
Im Zusammenhang mit dem weltweit zu verzeichnenden signifikanten Rückgang vieler Amphibienpopulationen („Amphibian Decline“) tritt immer stärker eine Pilzerkrankung, die Chytridiomykose in den Mittelpunkt der Diskussion, welche im Verdacht steht in kurzer Zeit Populationen und sogar ganze Arten auszurotten. Besonders gravierende Bestandseinbrüche durch B. dendrobatidis wurden in Amerika und Australien verzeichnet. |
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Aktuell hat sich basierend auf Museumsmaterial die Auffassung bestätigt, dass es sich um einen evolutionär sehr jungen Pilz handelt, der ursprünglich im südlichen Afrika beheimatet war. Allem Anschein nach wurde er von dort durch den Export von Krallenfröschen (Xenopus laevis) als Versuchstiere um 1940 weltweit verbreitet. |
Schlussbemerkung
Zur Zeit gelten etwa ein Drittel aller 6000 Amphibienarten als vom Aussterben bedroht. Im Vergleich zu allen anderen Wirbeltierklassen sieht ihre Situation wohl am dramatischsten aus. Auch wenn Chytridiomykose als die Hauptursache für die Populationseinbrüche bei Amphibien diskutiert wird ist doch mit Sicherheit die rasante Habitatzerstörung für den Rückgang weitaus ausschlaggebender. Der physiologische Stress, der durch Lebensraumvernichtung und besonders den Klimawandel verursacht wird, sind Faktoren die die Ausbreitung des Pilzes in jedem Falle begünstigen. Gerade Amphibien sind durch ihre dünne, meist von Feuchtigkeit abhängige Haut besonders betroffen, wenn ihre Umwelt sich, wie etwa durch Hitze und neue Infektionen ändert. |
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Draco Nr. 34, Jahrgang 9 „Die globale Amphibienkriese“ |
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