Decapoda oder Zehnfüßerkrebse |
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| Reich | Animalia | |
| Stamm | Arthropoda | |
| Klasse | Crustacea | |
| Unterklasse | Malacostraca | |
| Ordnung | Decapoda | |
| Maße | von 1 mm bis über 60 cm | |
| Vorkommen | global marin (rel. wenige Arten im Süßwasser) | |
| Besonderheiten | Artenreichste Krebsgruppe mit den bekanntesten Arten | |
Titelbild: Taschenkrebs (Carcinus meanas) |
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Allgemeines
Mit über 10000 Arten ist die Ordnung der Decapoda die artenreichste Crustaceengruppe überhaupt. Die typischen Krebsartigen gehören zu dieser Gruppe. Der Fakt, dass so manchem Feinschmecker bei Namen wie Languste, Garnele und Hummer das Wasser im Munde zusammenläuft zeigt deutlich deren wirtschaftliche Bedeutung auf: sogut wie alle Speisekrebse gehören zu den Decapoda. Die Arme-Leute-Mahlzeit des 19. Jahrhunderts, der Flußkrebs, ist heute eine begehrte Delikatesse. |
Verbreitung
Zehnfüßer findet man in allen Weltmeeren, wobei die Polarregionen geringere Artenzahlen aufweisen. Man findet sie dabei auch in der Tiefsee, die höchste Artenvielfalt jedoch findet sich von oberster Schelfkante bis in die Spritzwasserzone. Das sagt zumindest die Literatur... Ob diese These gehalten werden kann, wird sich wohl erst dann zeigen, wenn die Tiefsee zumindest in Ansätzen erforscht ist. Zumindest ist gesichert, dass man diese Krebstiere selten pelagisch (frei schwimmend) vorfindet, es sind typische Bodenbewohner. |
Körperbau
Der Körper der Decapoda läßt sich grundsätzlich in Cephalothorax und Pleon untergliedern. Der Cephalothorax vereint alle Thoracomere durch den Carapax, der nach hinten den kompletten Thorax bedeckt und dorsal mit den Thoracomeren verschmolzen ist. Lateral reicht er bis zur Basis der Beine und bildet einen Hohlraum, welcher auf der Innenseite druch die Körperwand begrenzt ist. Durch diese Höhle wird ein Wasserstrom gepumpt, der das für die Atmung nötige Wasser entlang der in den Hohlraum ragenden Kiemen führt. Die Pumpfunktion wird dabei vom großen Exopoditen der zweiten Maxillen (Scaphognathit) übernommen. |
Habitus
Es gibt zwei Extreme in der Form des Körpers: den granelenartige (caridoide) und den krabbenartige (cancroide) Habitus. Eine Sonderform bilden die Einsiedlerkrebse, die von beiden Formen Merkmale aufweisen. Garnelen Drei mögliche Fortbewegungsmodi resultieren aus diesem Habitus:
Krabben Das Pleon ist stark zurückgebildet und wird als unscheinbarer Anhang meist unter dem Cephalothorax getragen. Die Pleopoden dienen nicht, wie bei den Garnelen, zum Schwimmen, sondern den Weibchen zum Festhalten der Eier. Männchen besitzen nur ein Petasma aus den ersten beiden Pleopoden, ein Schwanzfächer ist nicht vorhanden. Daraus resultiert nur eine Form der Fortbewegung:
Natürlich hat die Natur immer wieder Ausnahmen hervorgebracht, so auch hier. Die Pleopoden der Ruderkrabbe oder Gemeinen Schwimmkrabbe (Liocarcinus holsatus = Macropipus puber ) sind stark verbreitet, gradezu Paddel-förmig, so dass diese Tiere trotz des sonst typischen cancroiden Habitus recht geschickte Schwimmer abgeben. Sonderform Einsiedlerkrebse Auch bei den Einsiedlerkrebsen gibt es eine Heterochelie. Die größere der beiden Scheren (auf dem Bild links) wird direkt nach der Häutung vor der Aushärtung in den Eingang des Schneckengehäuses gepresst, so dass sie sich in iherer Form perfekt anpasst und fortan zum Verschließen des Eingangs dient. |
Häutungen
Mit dem Ende des Larvenstadiums haben die Tiere zwar schon ihren endgültigen Habitus, aber noch bei weitem nicht ihre letztendliche Größe erreicht. Auch Einsiedlerkrebse wachsen. Wird ihr "Exoskelett", die Schneckenschale, zu eng, suchen sie sich eine neue und größere. Der Vorderkörper wird genau wie bei den anderen Höheren Krebsen gehäutet (mehr zu diesem Thema auch bei Hydractinia echinata). |
Innere Organe
Nervensystem Sinnesorgane Darmtrakt Antennennephridien Herz Kiemen
Geschlechtsorgane |
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Mein Referat "Malocostraca" für die Helgoland-Exkursion 2001 -Dazu diverse Standardlehrbücher: |
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Sönke von den Berg |