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Flabellina affinis oder die Violette Fadenschnecke
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Style switch
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Reich
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Animalia
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Stamm
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Mollusca (Weichtiere)
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Klasse
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Gastropoda (Schnecken)
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| Überordnung | Opisthobranchia (Hinterkiemerschnecken) | |
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Ordnung
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Nudibranchia (Nacktkiemer)
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| Unterordnung | Aeolidiidae | |
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Familie
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Flabellinidae (Fadenschnecken)
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Maße
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bis 50mm
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Vorkommen
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Mittelmeer
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Besonderheiten
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lagert „gestohlene“ Nesselkapseln ein (Kleptocniden)
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Schutzstatus
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nicht geschützt
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Nesselzellen, auch als Cnidocyten bezeichnet, sind ein spezieller Zelltyp, der ausschließlich von Nesseltieren (Cnidaria) gebildet wird. Es handelt sich dabei um Zellen, die in der äußeren Schicht (Epidermis) der Tiere eingebettet sind und zum Beutefang oder zur Abwehr von Feinden oder Konkurrenz eingesetzt werden können. Bei den meisten Nesselgiften handelt es sich um Neurotoxine, Gifte die auf das Nervensystem wirken. Sie führen zu einer Blockade des Natrium-Ionen-Transportes an der Zellmembran der Nerven und verhindern damit die Bildung von Aktionspotentialen. Das Resultat sind Lähmungen. |
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Nesselbatterie geladener, abgefeuerter und sich entwickelnder Nesselzellen (1)
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Die Nesselzellen nimmt Flabellina aus ihren Beutetieren auf: Flabellina affinis ernährt sich von dem Bäumchenhydrozoen Eudendrium (Anthozoa), sie frisst aussschliesslich die Polypen. Die Nesselkapseln (Nematocysten) der gefressenen Beute werden dann über den Darm in die Fäden auf dem Rücken transportiert und dort eingelagert. Werden die Schnecken angegriffen, explodieren die Miniaturgeschosse. Weil die Schnecke sich die Nesselzellen sozusagen von ihrer Beute, den Nesseltieren, stiehlt, spricht man auch von Kleptocniden (klepto für "stehlen"; cniden für "Nesselzellen", geklaute Nesselzellen). |
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Bild rechts oben: Darmtrakt einer Fadenschnecke
Bild rechts unten: Rückenfaden im Querschnitt (2) |
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Flabellina affinis ist eine von drei mediteranen Arten, die durch ihre hell- violette Färbung auffällt. Nur die Cerata sind teilweise orange bis rot, was aber mit ihrer Funktion zusammen hängt. Cerata sind symmetrisch angeordnete, kolbenförmige Rückenanhänge, die Ausläufer der Mitteldarmdrüsen enthalten. |
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Außerdem schreibt man ihnen eine Atmungsfunktion zu. Sie sind in zwei Längsreihen zu je acht Gruppen angeordnet.
Die Rhinophoren sind, im Gegensatz zu den glatten Cerata, geriffelt und dienen u.a. als Unterscheidungsmerkmal von anderen Flabellina- Arten (z.B. Falbellina pedata). Sie dienen der Chemotaxis und dem Strömungsempfinden. Flabellina affinis kann eine Größe von 50mm erreichen. Sie ist zwittrig, die Vermehrung findet fast das ganze Jahr über statt. Dabei werden die Gelege um ein Eudendrionbäumchen gewickelt. Auf eben diesen findet man sie am häufigsten im Flachwasser bis ca. 30 Meter Tiefe, wo sie dank ihrer Farbe gut zu entdecken ist. |
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Gelege
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www.aboveandbelow.net
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| Maren Ziegler |