| Teil 1/3 | Lebensraum Salzwiese - Halophilie |
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Pflanzliche Toleranzmechanismen gegen Salzstress |
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Teil 1: Salzwiesen - Teil 2: (Allgemeines) - Teil 3: (Tiere) |
Mechanismen: |
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| 1. Ausschluß | |
| 2. Verdünnung | |
| 3. Abwerfen salzgesättigter Pflanzenteile | |
| 4. Blasenhaare | |
| 5. Salzdrüsen | |
| 6. Verringerung der Verdunstung |
Regulationsmechanismen 1. Ausschluß 2. Verdünnung |
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| Triglochin maritima | Strand-Dreizack | |
| Plantago maritima | Meerstrand-Wegerich | |
| Juncus gerardi | Salzbinse | Diese Pflanze lagert die überflüssigen Salze an der Spitze ihrer Blätter ein. Wenn die Salzkonzentration die Schwelle zur Letalität erreicht hat, ist der Vegetationszyklus bereits durchlaufen. |
| Salicornia europaea | Queller | Der einjährige Queller lagert das überschüssige Salz in der ganzen Pflanze ein. Da er sehr salztolerant ist, ist auch hier der Vegetationszyklus bereits beendet wenn die Salzkonzentration letal wird. Die salzüberlastete Pflanze färbt sich braun-rot und stirbt schließlich ab. |
5. Salzdrüsen |
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| Limonium vulgare | Strandflieder | Jede Salzdrüse kann bis zu 0,5 ml Salzlösung pro Stunde abgeben. Pro cm 2 Blattoberfläche gibt es hier bis zu 3000 Drüsen. |
| Armeria maritima | Sand-Grasnelke | 590 Drüsen/cm2 |
| Glaux maritima | Milchkraut | 800 Drüsen/cm2 |
| Spartina anglica | Schlickgras | |
| 6. Verringerung der Verdunstung Relativ starke Sonneneinstrahlung und kräftiger, anhaltender Wind führen gerade in Salzwiesen zu hohen Transpirationsraten und damit zu Wasserverlust, was steigende Salzkonzentrationen in den Pflanzen nach sich zieht. Folglich dient eine Verringerung der Verdunstung auch der Aufrechterhaltung des Salzhaushaltes der Pflanze. Diese wird z.B. durch behaarte Blätter erreicht: die Behaarung schränkt die Luftbewegung in unmittelbarer Nähe der Blattoberfläche ein. Diese Strategie findet sich z.B. bei Artemisia maritima (Meerstrandbeifuß) und Salsola kali (Kali-Salzkraut). Durch eingerollte Blätter wird die Oberfläche geringer, welche Wind und Sonne unmittelbar ausgesetzt ist. Zusätzlich werden so die Spaltöffnungen eingeschlossen, was zur Etablierung eines Mikroklimas mit erhöhter Luftfeuchtigkeit innerhalb des eingerollten Blattes führt und so die Verdunstung reduziert. Beispiele: |
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| Festuca rubra ssp. littoralis | Rotschwingel | |
| Puccinellia maritima | Andelgras | |
| Agropyron littorale | Strandquecke | |
| Auch durch epicuticuläre Wachsschichten läßt sich der Wasserverlust reduzieren. Auf diese Weise behelfen sich | ||
| Agrostis alba | Straußgras | |
| Agropyron pungens | Strandquecke | |
| ....sowie viele Dünenpflanzen. | ||
Und was lernen wir daraus? Die Tatsache, daß viele unterschiedliche Methoden zur Regulation des Salzstresses existieren, deutet darauf hin, daß Salztoleranz im Laufe der Evolution mehrmals konvergent entstanden ist. Übrigens sollte man nicht vergessen, daß salztolerante Pflanzen in Meeresnähe noch ganz anderen Herausforderungen gegenüberstehen, als nur dem Salzstress. Sie müssen auch die regelmäßige Überflutung, dir daraus resultierenden meachanische Belastung und dem Sauerstoffmangel, den Giften im Boden und noch einigen anderen Faktoren trotzen. Der Überlebenskampf der Salzwiesenpflanzen hört also bei der Halophilie noch lange nicht auf! (Fortsetzung folgt)
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| http://www.muenzenberg.de/stadt/salzwiesen.htm http://www.erft.de/schulen/ggb/salzw/swanphy.html http://www.erft.de/schulen/ggb/salzw/swinfo7.html Künnemann, Thorsten-D.; „Überleben zwischen Land und Meer – Salzwiesen- “, Hrsg.: Isensee, 1997 |
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| Christiane von den Berg (geb. Pech) |